Eine Einladung, nicht auf allen Kirtagen zu tanzen

Du bist selbstständig. Du bist verantwortlich dafür, was in deinem Unternehmen passiert, mit welchen Kunden du zusammen arbeitest und wie du dein Unternehmertum gestaltest.

Du kannst also völlig frei darüber entscheiden, was du tust und was du lässt. Mit allen Konsequenzen. Es ist deines. Also behandle es auch so.

Finde die Wahrheiten, die zu dir passen

Im Internet, in Ratgebern, Büchern und anderen Medien findest du unendlich viele Tipps, welcher Weg der Richtige ist. Nehmen wir als Beispiel doch mal Social Media.

Wenn ich nach “Social Media Tipps” google, dann spuckt mir die Suchmaschine sage und schreibe 205 000 000 Suchergebnisse aus. In Worten: Zweihunderfünfmillionen Ergebnisse.

Wenn du sie alle liest, bist du garantiert noch unentschlossener, welcher Weg der richtige für dich sein mag.

Gar nichts mehr lesen?

Eine Möglichkeit. Aber womöglich keine gute, denn du denkst ja offensichtlich aktiv über die Nutzung von Social Media nach.

Und das ist völlig legitim.

 

Viele Wege, viele Wahrheiten

Worauf ich aufmerksam machen will sind die uuunzählig vielen Wahrheiten von all den AutorInnen, die dir Social Media Tipps an die Hand geben wollen.

Denn bei ihnen haben gewisse Dinge vermutlich funktioniert. Sie sehen in ihren Erfahrungen Potential, das sie dir damit helfen können. Das gleiche tue ich hier ja auch gerade.

Und was machst du?

Saugst alles auf wie ein Schwamm, weil du natürlich von Stunde Null an super professionell und gut dabei aussehen willst. Und erfolgreich, of course.

Dass das nach 5, 10 oder 20 Beiträgen, Videos und Büchern ganz schön kompliziert werden kann, liegt vermutlich auf der Hand. Das muss doch irgendwie einfacher gehen, ohne dass dein Kopf dabei explodiert, oder?

 

5 Ideen, wie du deine Wahrheit finden kannst

Bleiben wir beim Thema Social Media — ich glaube nämlich, dass du dich da gut hinein versetzen und es damit auch auf weitere Bereiche umlegen kannst.

 

1. Frage dich, was du herausfinden willst

Ich hab dafür ein Heft, das immer her halten muss. Ein loses Blatt reicht allerdings auch.

Schreib hier deine Fragen auf, die du dir beantworten willst. Also zum Beispiel: Welche Social Media Kanäle passen zu meinem Unternehmen? Wie will ich meinen Instagram-Kanal gestalten? Welche Inhalte sind relevant für meinen Kanal? usw.

 

2. Suche gezielt nach Antwortmöglichkeiten

Ganz wichtig: Suche nach Möglichkeiten, nicht nach fixen Punkten. In deinem Kopf, im Internet, in einem Buch das du magst.

Alle deine Einfälle notierst du dir auf dem Blatt zu deiner Frage. Du musst hier noch nichts sortieren oder bewerten. Das ist Brainstorming und das Aussortieren folgt später.

Schmeiss erst mal alles aus dem Kopf, bis du wieder klar denken kannst und dein Kopf frei ist.

Das Suchen nach gezielten Antworten verhindert, in einem Dschungel an Informationen fallen gelassen zu werden. Du bist jetzt programmiert, nach einer Lösung zu suchen. Und damit ersparst du dir einen Entscheidungskrampf und überfliegst genau die Informationen, die für dich gerade gar nicht relevant sind und entwickelst einen Fokus für das, was du finden möchtest.

 

3. Streichen und finden

Der spannende Teil: von all deinen Möglichkeiten streichst du nun jene, die dir überhaupt nicht zusagen. Wichtig: es muss am Ende nicht DIE Idee dabei rausschauen, du sollst nur alles, was dir von vorn herein nicht gefällt, ausblenden.

Damit teilst du für dich wichtige und unwichtige Informationen. Denn du weißt meist schon ganz genau, was dir liegt, gefällt und wo die Reise hin gehen könnte. Wenn du allerdings vor lauter vermeintlich richtiger Antworten gar nicht mehr entscheiden kannst, hilft dir dieser Schritt enorm, die Spreu vom Weizen zu trennen.

 

4. Try and error

Der letzte, aber nicht unbedingt finale Schritt. Denn jetzt wird sich in deinen stehen gelassenen Antworten schon ziemlich deutlich wider spiegeln, wo du hin möchtest. Wo deine Wahrheit liegt.

Weil du aber nicht von vorn herein wissen kannst, ob etwas Richtig ist, für dich funktioniert oder Zukunft hat, geh damit einfach mal raus und probier dich aus.

Erstell deinen Wunschfeed. Beobachte, wie du dir dabei tust. Ob es dich so erfüllt, wie du erhofft hast. Ob es genau das bringt, was es für dein Business tun soll.

Gib dir Zeit, Luft und Vertrauen — du wirst dich intuitiv richtig entscheiden.

 

PS

Meine Einladung, nicht auf jedem Kirtag zu tanzen ist natürlich immer noch aufrecht. Wenn du nämlich kein Facebook-Profil willst, obwohl du dich schon so oft daran versucht hast, aber der Funke einfach nicht über springen will, dann lass es sein. Wenn du es nach 2 Jahren doch wieder wagen willst, wage es.

Nur weil es für andere wunderbar funktioniert und ohne gar nicht denkbar wäre, heißt das nicht, dass die Gesetze bei dir genauso gelten.

Genau das ist es, was ich dir mit “Finde deine eigene Wahrheit” sagen will. Hol dir Möglichkeiten, wiege sie ab und probier dich selbst aus!

 

Alles Liebe,
Hanna

 
 
 

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